Der Luzin-Stein

Frank Dittrich, Neustrelitz

Als Zeugen der jüngsten geologischen Vergangenheit besitzen unsere Findlinge einen großen wissenschaftlichen Wert. Sie wurden von den Gletschermassen aus Skandinavien bis zu uns transportiert. Viele von ihnen sind auf diesem Weg durch das Gleiten abgerundet worden oder zeigen sogar auf ebenen Flächen Schrammen.

Der schwedische Gletscherforscher O. TORELL untermauerte an Hand von Gletscherschliffen die Tatsache, daß sich die skandinavischen Gletscher nach Süden ausgebreitet hatten. Mit seinen Beobachtungen stützte TORELL die Theorie der quartären Inlandvereisung und schuf den entscheidenden Ansatzpunkt zur Durchsetzung der Glazialtheorie.

Ein Findling mit derartigem Gletscherschliff ist der Luzin-Stein.

Er liegt auf dem Steilhang am Schmalen Luzin, etwa 100 m nördlich des Parkplatzes der Luzinhalle. Der aus schwedischem Granit bestehende Geschiebeblock wurde ungefähr 1 km südlich in der Endmoräne gefunden und um 1930 wegen seiner Bedeutung am heutigen Standort aufgestellt. BARBY, der ihn vermessen und beschrieben hat, gibt für den Findling ein Volumen von 7 m³ und eine Masse von 20 t an.
Alle Findlinge mit einem Volumen über 10 m³ und solche mit kulturhistorischer oder besonderer erdgeschichtlicher Bedeutung, wie z.B. der beschriebene Luzin-Stein wurden durch den Ratsabschluß Nr. XIV-31/70 vom 12.11.1970 zum Naturdenkmal erklärt.

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