Der Teufelsstein vom Hullerbusch

Reinhard Barby, Feldberg

Oben auf dem Steilhang zum Zansen liegt im Hullerbusch der Teufelsstein.
Er liegt merkwürdigerweise kaum eingesenkt auf der Oberfläche des Bodens. Der Stein ist ein über zwei Meter langer und mehr als ein Meter hoher grauer Granitblock. Auf seinem unteren, zum See gerichteten Teil sind etwa 20 parallele, tief eingegrabene Rillen dicht beieinander zu sehen. Der Volksmund hielt diese Rillen für Kratzspuren von den Krallen an den Händen des Teufels, die eingerissen wurden, als der Teufel den Block einem flüchtenden Müller über den Zansen nachwarf, der ihm seine Seele verschrieben hatte.

Bei den Rillen handelt es sich natürlich um Gletscherschrammen, die auf dem Weg des Steines im eiszeitlichen Eis entstanden und die das außerordentlich harte, nicht angewitterte Gestein gut bewahrt hat.

Dass dieser für die Steinschläger wertvolle Block noch ungenutzt da liegt, ist dem Umstande zu danken, dass - um bei der Volksmeinung zu bleiben - der Teufel den Stein so glücklich geworfen hat, dass er oben auf dem Hang, dicht unter der Hangschulter zu liegen kam. Würden ihn hier die Steinschläger spalten, dann rollten die Einzelteile den Hang hinunter und wären für die Nutzung verloren.
Wegen der gut erhaltenen Gletscherschrammen ist der Stein für die Wissenschaft bedeutungsvoll und somit ein Naturdenkmal.

 

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